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Raus aus den Schubladen

 

Mit dem Wendeheft „MINT & Sozial for you“ sollen Jugendliche ermutigt werden, neue Wege bei der Berufswahl zu gehen

 

In Interviews und Reportagen berichten junge Frauen über Ihre Ausbildung in MINT-Berufen. Männliche Azubis erzählen von ihrer Arbeit im sozialen Bereich. Das aktuelle Wendeheft der Bundesagentur für Arbeit soll auf den Girls‘ und Boys‘ Day am Donnerstag, 27. April 2017 vorbereiten

Wie Julia als IT-Systemelektronikerin für die perfekte Internetverbindung sorgt, was Andrea bei der Ausbildung zur Metallbauerin am Schweißen so toll findet und wieso Semira als angehende Mechatronikerin für Kältetechnik viel herumkommt, zeigt der MINT-Teil. Die Weiterbildung zur Chemietechnikerin war zwar anstrengend, hat sich laut Melanie aber gelohnt. Dies und weitere Infos und Fakten zu MINT( Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) bietet das Heft.

 

SOZIAL for you

Wie der Wechsel von einem Beruf im Handwerk zu einem sozialen Beruf verlaufen kann, erfahren die Leser von Marc, der eine Weiterbildung zum Arbeitserzieher absolviert hat. Vladi hat in seiner Ausbildung als Pharmazeutisch-Technischer Assistent bereits eine ganz schön große Verantwortung zu tragen. Marco erklärt, warum man als Physiotherapeut manchmal detektivisches Gespür braucht und El-Manuel schildert, warum er als Altenpflegehelfer etwas zurückgeben wollte.

 Das Wendeheft „MINT & SOZIAL for you“… ist Teil der Medienkombination „planet-beruf.de – Mein Start in die Ausbildung“. Sie wird von der Bundesagentur für Arbeit herausgegeben. Leitmedium ist mit circa 3,7 Millionen Besuchern und rund 30 Millionen Seitenzugriffen jährlich das Portal

www.planet-beruf.de.

Im Mittelpunkt des Online-Portals stehen das Selbsterkundungsprogramm „Berufe-Universum“ und das interaktive Bewerbungstraining.

Anstieg ja, aber

 

Auch 2016 bekamen Azubis mehr tarifl iche Ausbildungsvergütungen – Die Unterschiede zwischen den jeweiligen Branchen sind mitunter groß

 

Die tariflichen Ausbildungsvergütungen sind 2016 erneut deutlich gestiegen. Jedoch hat sich der Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren insgesamt etwas abgeschwächt. 859 Euro brutto im Monat verdienten die Auszubildenden durchschnittlich in Westdeutschland. Das bedeutet ein Plus von 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Ostdeutschland erhöhten sich die tariflichen Ausbildungsvergütungen allerdings um 4,9 Prozent auf durchschnittlich 807 Euro im Monat. Der Abstand zum westlichen Tarifniveau hat sich im Osten damit verringert: Es wurden nun 94 Prozent (2015: 92 Prozent) der westlichen Vergütungshöhe erreicht. Für das gesamte Bundesgebiet lag der tarifliche Vergütungsdurchschnitt 2016 bei 854 Euro pro Monat (+ 3,4 Prozent).

Zu diesen Ergebnissen kommt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in der Auswertung der tariflichen Ausbildungsvergütungen für das Jahr 2016. Ermittelt wurden die durchschnittlichen Vergütungen für 181 Berufe in West- und 151 Berufe in Ostdeutschland, wobei auch gesamtdeutsche Durchschnittswerte berechnet wurden. Auf die in die Auswertung einbezogenen Berufe entfielen 89 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse. Das BIBB führt die Auswertung der tariflichen Ausbildungsvergütungen seit 1976 jährlich zum Stichtag 1. Oktober durch.

Foto: Bundesagentur für Arbeit

www.planet-beruf.de

 Zur Medienkombination gehören zudem weitere Print-Produkte

für Schülerinnen und Schüler von Haupt- und Realschulen (Sekundarstufe I), Eltern, Lehrkräfte und Berufsberater/innen.

Einzelexemplare sind beim Berufsinformationszentrum (BiZ) der Agenturen für Arbeit erhältlich.

Gegen Gebühr können die Hefte auch beim Bestellservice der Bundesagentur für Arbeit angefordert werden, telefonisch

unter 0911/12031015 oder

per E-Mail an bestellung(at)ba-bestellservice(dot)de.

Zwischen den Ausbildungsberufen bestehen erhebliche Unterschiede in der Vergütungshöhe. Besonders hoch lagen 2016 die tariflichen Ausbildungsvergütungen in den Berufen des Bauhauptgewerbes – zum Beispiel Maurer/Maurerin – mit monatlich 1042 Euro im Gesamtdurchschnitt. In Westdeutschland fielen sie mit durchschnittlich 1090 Euro deutlich höher aus als in Ostdeutschland mit 897 Euro. Sehr hohe tarifliche Vergütungen wurden beispielsweise auch in den Berufen Kaufmann/frau für Versicherungen und Finanzen (einheitlich: 1028 Euro), Mechatroniker/Mechatronikerin (gesamt: 1023 Euro, West: 1027 Euro, Ost: 1005 Euro) und Medientechnologe/Medientechnologin Druck (einheitlich: 963 Euro) gezahlt.

Vergleichsweise niedrig waren die tariflichen Vergütungsdurchschnitte 2016 zum Beispiel in den Berufen Maler und Lackierer/Malerin und Lackiererin (einheitlich: 670 Euro), Bäcker/Bäckerin (einheitlich: 618 Euro), Florist/Floristin (einheitlich: 587 Euro) sowie Schornsteinfeger/Schornsteinfegerin (einheitlich: 495 Euro).

Aufgrund der guten Wirtschaftslage in Deutschland, vor allem aber auch wegen der weiter wachsenden Schwierigkeiten vieler Betriebe, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen, wurden die tariflichen Ausbildungsvergütungen in den vergangen Jahren deutlich angehoben. In Westdeutschland betrugen die jährlichen Steigerungsraten von 2012 bis 2014 jeweils über 4,0 Prozent, gingen dann aber 2015 und 2016 etwas zurück auf unter 4,0 Prozent.

Dagegen stiegen in Ostdeutschland die tariflichen Vergütungen bereits seit 2011 durchgängig um über 4,0 Prozent jährlich an.

Wie entwickelt sich die Ausbildungsvergütung in den jeweiligen Branchen? Dieser Frage geht das Bundesinstitut für Berufsbildung alljährlich nach.               Foto: Fotolia
Zwischen den Ausbildungsberufen bestehen erhebliche Unterschiede in der Vergütungshöhe. Besonders hoch lagen 2016 die tariflichen Ausbildungsvergütungen in den Berufen des Bauhauptgewerbes – zum Beispiel Maurer/Maurerin – mit monatlich 1042 Euro im

In Ausbildungsberufen mit großem Bewerbermangel – zum Beispiel im Lebensmittelhandwerk, in der Gastronomie und der Reinigungsbranche – waren 2016 sowohl überdurchschnittliche als auch unterdurchschnittliche Erhöhungen zu beobachten. So nahmen die tariflichen Ausbildungsvergütungen in West- und Ostdeutschland beispielsweise im Beruf „Bäcker/Bäckerin“ mit jeweils 3,0 Prozent nur relativ gering zu. In den Berufen „Restaurantfachmann/Restaurantfachfrau“ und „Koch/Köchin“ wurden die Vergütungen mit 4,1 Prozent im Westen und 5,6 Prozent im Osten dagegen stärker angehoben. Ein beträchtliches Plus war im Beruf „Fachkraft für Systemgastronomie“ in Ostdeutschland mit 9,0 Prozent zu verzeichnen, in Westdeutschland gab es einen Anstieg um 4,0 Prozent. Im Beruf „Gebäudereiniger/-in“ bewegte sich der Zuwachs in West- und Ostdeutschland mit 3,0 Prozent beziehungsweise 3,5 Prozent dagegen unter dem Durchschnitt.

Zwischen den Ausbildungsbereichen gab es in West- und Ostdeutschland nach wie vor deutliche Unterschiede. Überdurchschnittlich hohe Ausbildungsvergütungen wurden 2016 im Öffentlichen Dienst (einheitlich: 929 Euro) sowie in Industrie und Handel (gesamt: 921 Euro,
West: 929 Euro, Ost: 858 Euro) erreicht. Unter dem Gesamtdurchschnitt lagen die Vergütungen im Bereich der freien Berufe (gesamt: 769 Euro, West: 770 Euro, Ost: 745 Euro), in der Landwirtschaft (gesamt: 731 Euro, West: 751 Euro, Ost: 639 Euro) sowie im Handwerk (gesamt: 714 Euro, West: 719 Euro, Ost: 655 Euro).

 

Eine ausführliche Darstellung der Ergebnisse sowie die Möglichkeit zum Download von acht Schaubildern ist als Internetangebot des BIBB im Beitrag „Tarifliche Ausbildungsvergütungen 2016: Geringere Erhöhung im Westen, stärkeres Plus im Osten“ unter www.bibb.de/ausbildungsverguetungen-2016 nachzulesen.

Eine Gesamtübersicht über die für 2016 ermittelten Vergütungsdurchschnitte in den erfassten Berufen ist abrufbar unter www.bibb.de/ausbildungsverguetung.

Lebenslang qualifiziert

 

Eine fundierte Aus- und Weiterbildung ist die beste Karriere-Investition

 

Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen – dieser Tipp stammt vom amerikanischen Präsidenten Benjamin Franklin. Auch wenn dieser Satz schon weit über 200 Jahre alt ist, gewinnt er in Zeiten von Nullzinspolitik vielleicht sogar eine ganz neue Art von Gültigkeit.

Weiterbildung erweitert den geistigen Horizont und wird von Arbeitgebern wohlwollend gesehen.
F.:Fotolia/momius
Nach der Schulausbildung beginnt für die Absolventen in der Regel der nächste Ausbildungsschritt: Das kann beispielsweise ein Studium sein oder auch eine Berufsausbildung. Während der Besuch an der Universität von eher theoretischer Natur ist, ist die Ausbildung praktisch orientiert. Die Berufsausbildung wird begleitet von Berufsschulen und dauert bis zu dreieinhalb Jahre.

Letztendlich ist aber eine Ausbildung nicht nur etwas für Schulabgänger, sondern für jedermann – und das völlig unabhängig vom Alter. Aufgrund der ständig wachsenden Anforderungen im Berufsleben und den immer komplexer werdenden Strukturen ist ein lebenslanges Lernen empfehlenswert. Nur so kann man mit der Entwicklung Schritt halten und das Erlernte mit den Erfahrungen optimal kombinieren.


Dieses Lernen in der Berufsphase fällt unter den Begriff Weiterbildung, der manchmal auch unter dem Begriff Erwachsenenbildung zu finden ist.

Eine Weiterbildung bietet für den leistungsbereiten Arbeitnehmer eine sehr gute Möglichkeit, das Wissen stets auf dem neuesten Stand zu halten und sich von anderen Arbeitnehmern abzuheben. Durch dieses Engagement in der Weiterbildung werden die Qualifikationen laufend verbessert und oft – laut Studien – im Gleichschritt die Arbeitszufriedenheit erhöht.

 

Ein weiterer positiver Ansporn ist dabei die Aussicht auf eine Gehaltssteigerung. Und schließlich kann die Weiterbildung auch der eigenen Persönlichkeitsentwicklung dienen, zudem kann so der geistige Horizont erweitert werden. Auch bei Arbeitgebern wird die Weiterbildung von Arbeitnehmern wohlwollend gesehen.

So kann beispielsweise einem Fachkräftemangel vorgebeugt werden und der Arbeitnehmer wird enger an das Unternehmen gebunden. Deshalb zeigen sich Arbeitgeber oft generös, wenn es um die Übernahme der Weiterbildungskosten geht.

 

Selbst der Staat erkennt bei einer entsprechenden Begründung die angelaufenen Kosten in der Steuererklärung an. Hilfreich für eine Weiterbildung ist natürlich, wenn der Arbeitnehmer eine gewisse Offenheit und Neugier für neue Themen mit sich bringt. Hätte es nicht solche Personen gegeben, gäbe es vielleicht auch noch nicht einige wichtige Erfindungen, die für uns heute selbstverständlich sind, wie zum Beispiel der Blitzableiter. Dieser wurde nämlich ebenfalls nach ausgiebigem Forschen im 18. Jahrhundert erfunden – von einem gewissen Benjamin Franklin.

Bauer sucht (Technik-)Freak

 

Wenn das elektrische Equipment auf Feld oder Hof streikt, schlägt die Stunde der Land- und Baumaschinenmechatroniker

 

Natur und Technik sind kein Widerspruch, sondern ein spannendes, riesiges Arbeitsumfeld. Vor allem für Land- und Baumaschinenmechatroniker, jene versierten Versteher von Maschinen, die in der Land-, Forst- und Kommunalwirtschaft sowie im Gartenbau gebraucht werden. Streikt eines dieser Geräte, tüfteln Land- und Baumaschinenmechatroniker mit dem Eifer eines Daniel Düsentriebs und geben keine Ruhe, bis alles wieder rund läuft – vom oldtimerverdächtigen Traktor über den defekten Mähdrescher bis zur meckernden Hightech-Melkmaschine.
Repariert und gewartet wird oft in der Werkstatt des Ausbildungsbetriebs – aber mindestens genauso häufig bei Wind und Wetter vor Ort.

Je größer desto besser – Land- und Baumaschinenmechatroniker lieben Technik in XXL.
Foto: Fotolia/kroko021

Dabei sind Land- und Baumaschinenmechatroniker, die früher Landmaschinenmechaniker hießen, technische Allrounder und verfügen über die ganze Bandbreite an Fachwissen, die man für technische Land- und Baugeräte braucht – analog wie digital. Wer sich für eine solche Ausbildung entscheidet, sollte die Begeisterung sowohl für Bits und Bites als auch für Schrauben und Steckschlüssel in sich spüren … und den Hauptschulabschluss erfolgreich hinter sich gebracht haben. Dann kann es losgehen mit der dreieinhalbjährigen Lehrzeit, deren Praxis im Betrieb und Theorie in der Berufsschule vermittelt werden.

 

Azubis lernen unter anderem den Anschluss und die Inbetriebnahme von mechanischen, hydraulischen, elektrischen, pneumatischen und elektronischen Anlagen, aber auch, wie man Metall bearbeitet, mit dem Kunden richtig kommuniziert und was bei Gesundheits- und Umweltschutz zu beachten ist.

Land- und Baumaschinenmechatroniker arbeiten unter anderem bei Herstellern von land- und forstwirtschaftlichen Maschinen sowie von Baumaschinen, in Reparaturwerkstätten und in Betrieben, die land- und forstwirtschaftliche beziehungsweise bautechnische Maschinen verleihen. Ausgelernte Land- und Baumaschinenmechatroniker haben auch die Möglichkeit, sich fortzubilden und zu spezialisieren, den Meister zu machen und sich dann, unter bestimmten Voraussetzungen, für ein Maschinenbau-Studium zu entscheiden.

Für alle Fälle zur Stelle

 

Die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger ist anspruchsvoll und erfüllend

Nicht wenige Gesundheits- und Krankenpfleger packen sich nach der Ausbildung noch eine zusätzliche Spezialisierung drauf – zum Beispiel im Operations- oder Intensivpflegebereich.
Foto: Fotolia/ grieze
Sie gehören zu den Hauptakteuren und sind eine tragende Säule des deutschen Gesundheitssystems: Ohne topausgebildete Gesundheits- und Krankenpfleger käme jede noch so hochentwickelte Gesundheitsversorgung schnell zum Erliegen. Dementsprechend anspruchsvoll ist die Ausbildung der Menschen, die im allgemeinen Sprachgebrauch als „Krankenschwester oder –pfleger“ bekannt sind.

Um Patienten optimal versorgen, Ärzten kompetent assistieren und medizinische Dokumentation lückenlos und sorgfältig erstellen zu können, ist die dreijährige Lehrzeit an Berufsfachschulen für Krankenpflege vollgepackt mit Basis- und Fachwissen, das für die professionelle Pflege essentiell ist: Anatomie, Physiologie und Krankheitslehre gehören unter anderem zu den Lernbereichen, aber auch Recht und Sozialkunde werden angeboten. Praxiseinsätze der Azubis können im stationären, teilstationären und im ambulanten Bereich angesiedelt sein. Dort bekommt man beigebracht, wie man den Pflegebedarf ermittelt, wie die Pflege geplant, umgesetzt und überprüft wird. Blutdruckmessen, Katheter legen sowie Verbände machen und wechseln sind nur einige der Fertigkeiten, die in der Ausbildung vermittelt und auch im späteren Berufsleben täglich gebraucht werden.

Nach der abgeschlossenen Ausbildung spezialisieren sich viele Gesundheits- und Krankenpfleger im Rahmen einer zweijährigen Schulung, um Fachkrankenpfleger in der Onkologie, Psychiatrie, Intensivpflege oder im Operationsdienst zu werden. Die Tätigkeitsbereiche von Gesundheits- und Krankenpfleger/innen sind vielfältig: Sie finden Beschäftigung in Krankenhäusern, Facharztpraxen oder Gesundheitszentren, Altenwohn- und Pflegeheimen, Einrichtungen der Kurzzeitpflege, bei ambulanten Pflegediensten, in Wohnheimen für Menschen mit Behinderung, aber auch auf Krankenstationen oder in Hospitälern von Schiffen. Für die Ausbildung Gesundheits- und Krankenpfleger braucht man einen Mittleren Schulabschluss.

Wer nach dem Hauptschulabschluss bereits eine zweijährige Berufsausbildung abgeschlossen hat, erfüllt ebenfalls die nötigen Zugangsvoraussetzungen. Der Anblick von Blut oder Spritzen sowie flexible Arbeitszeiten sollten kein Problem darstellen, der hilfsbereite Kontakt zu Menschen als erstrebenswerter Jobinhalt empfunden werden.