ANZEIGENSONDERVERÖFFENTLICHUNG

Der französische König Ludwig XIV. und der bayerische „Kini“ Ludwig II. hatten einiges gemeinsam: Fürchterliche Zahnprobleme, unpraktisch-, indes logischerweise eine Abneigung gegen den jeweiligen Zahnarzt sowie letztendlich doch keine andere Wahl, als die schmerzenden Körperteile im Rahmen entsetzlich schmerzhafter Extraktionssitzungen entfernen zu lassen.

Wie gut, dass es heutzutage Strategien und Hilfe gegen Zahartz­phobie gibt. Immer noch steht manchem Patienten beim Gedanken an eine Spritze und das hohe Surren eines Zahnbohrers der kalte Schweiß auf der Stirn. Doch medizinisch ist die Panik inzwischen unnötig – dank der modernen Anästhesie, die weit fortgeschritten ist seit der ersten Narkose der Menschheitsgeschichte, die im ersten Buch Moses nachzulesen ist: „Da ließ Gott der Herr einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen – und er schlief ein. Und er nahm seiner Rippen eine und schloss die Stätte zu mit Fleisch.“  In der Antike versuchten es die Ärzte mit Wein, Mandragora und Mohn. Der Erfolg war zweifelhaft. Im Mittelalter warfen Quacksalber Bilsenkrautsamen auf heißes Eisen, die Patienten atmeten den Rauch ein, der sie für kurze Zeit ins Reich der Träume beförderte. Doch die Narkose wurde verboten, weil etwa jeder zehnte Patient nicht mehr aus dem Dämmerschlaf erwachte. Die moderne Anästhesie begann Mitte des 19. Jahrhunderts mit chemischen Substanzen wie Äther, Chloroform und Lachgas. Sie lässt sich heute präzise und sicher auf den individuellen Patienten abstimmen. Dennoch gibt es auch heute noch eine ganze Reihe von Menschen, die unter einer extremen Zahnarztphobie leiden, darunter viele Kinder. So nimmt die Zahl der Dentisten zu, die sich darauf eingestellt oder auf Angstpatienten spezialisiert haben. In Beratungsgesprächen nehmen sie den Patienten die Angst vor der Behandlung, nicht zuletzt, indem sie ihnen die Möglichkeiten der modernen Anästhesie vorstellen. Eine bewährte Methode, dem Patienten die Angst vor einer Zahnbehandlung – und gegebenenfalls vor einer Zahnarztspritze – zu nehmen, ist die Sedierung mit Lachgas. Dabei wird das Distickstoffmonoxid – das im Gehirn einen Dämmerzustand erzeugt – über eine Nasenmaske verabreicht. Der Angstpatient vergisst Raum und Zeit, bleibt aber während der Behandlung ansprechbar. Es gibt aber auch Narkosemethoden, die dafür sorgen, dass der Patient gar nichts von der Behandlung „mitbekommt“. Patienten entscheiden gemeinsam mit ihrem Arzt über die richtige Methode: kurzer Dämmerschlaf, beruhigende Analgosedierung oder „klassische“ Vollnarkose. Die Analgosedierung ist eine kurze medikamentöse Narkose, die bei längeren Eingriffen Verwendung findet. Dabei verschläft der Patient regelrecht seine Behandlung. Sie ist vor allem für Patienten geeignet, die eine längere Behandlung vor sich und zudem mit ihrer Zahnarztangst zu kämpfen haben.

22./23. September 

Dr. Annette Seibel  

Niedermaierstr. 6, 85625 Glonn, Tel: 08093 / 1547

 

Dr. Ivana Moreano Guerra  

Lange Feldstr. 26, 85435 Erding, Tel. 08122 / 14568

3. Oktober 2018 ((Tag der deutschen Einheit)

Dr. Wolfgang Pfleger  

Griesstr. 10, 85567 Grafing, Tel. 08092 / 4216

 

Dr. Dr. Josef Gebhart

Friedrich-Fischer-Str. 10, 85435 Erding, Tel. 08122 / 3787

Zahnärztliche Notdienste

22. September bis 7. Oktober 2018

Ist es der typische Geruch, das eindringliche Instrumentengeräusch oder einfach ein diffuses Gefühl des Ausgeliefertseins? Was auch immer einer Zahnarztphobie zugrunde liegt: Jedem betroffenen Patienten - ob Groß oder Klein - kann heutzutage geholfen werden.
Foto: Fotolia

Keinen Bammel
vor dem Bohrer

 

Gegen eine Zahnarztphobie gibt es mittlerweile
wirksame Hilfsmöglichkeiten im Rahmen der Anästhesie

29./30. September

Dr. Patrick Balzer

Marienplatz 11, 85560 Ebersberg, Tel. 08092 / 21458

 

Dr. Karl-Heinz Müller

Friedrich-Fischer-Str. 7, 85435 Erding, Tel. 08122 / 14568

Hat der Patient Angst vor dem Zahnarzt und Angst vor einer Narkose, empfiehlt der Zahnarzt den Dämmerschlaf mittels einer Lokalanästhesie und eines Sedativums. Bekommt der Patient bereits beim bloßen Anblick eines Behandlungsstuhls Schnappatmung, bleibt nur noch die Vollnarkose. Dazu ist die Anwesenheit eines Anästhesisten erforderlich, der während des Eingriffs die Vitalwerte des Patienten überprüft. Dieser kann wischen einer Injektions- und einer Gasnarkose entscheiden.

Letztere ist die klassische Methode; der Patient atmet das Narkosegas ein, das ihn betäubt, und bekommt zusätzlich ein Schmerzmittel verabreicht, sodass ihn auf keinen Fall „bohrender Schmerz“ aus dem Reich der Träume reißen kann. Bevor der Zahnarzt einen Eingriff unter Vollnarkose durchführt, müssen sich Patienten allerdings einer sorgfältigen Anamnese unterziehen. Kommt der Zahnarzt zu dem Ergebnis, dass ein erhöhtes Komplikationsrisiko vorliegt, kann er die Behandlung unter Vollnarkose ablehnen. Hinzu kommt, dass die Krankenkassen die höheren Kosten für eine Vollnarkose möglicherweise nicht übernehmen, wenn der Patient lange nicht beim Zahnarzt war.

Foto: Pixabay

6./7. Oktober 2018

Julian Brote

Münchener Str. 7, 85646 Anzing, Tel. 08121 / 48832

 

Dr. Gerald Neugebauer

Thomas-Wimmer-Str. 36, 85435 Erding, Tel. 08122 / 3150